
Kennen Sie den Begriff „Bierflaschenbodenbrille“? Er steht für dicke Gläser, die häufig bei starken Korrektionsbrillen verwendet werden. Früher waren diese Brillen klobig und konnten recht unbequem sein. Dank moderner Brillentechnologie können wir heute jedoch ein luxuriöses Seherlebnis genießen, ohne Kompromisse bei Komfort oder Ästhetik einzugehen.
Was sind dicke Gläser?
Früher waren dicke Brillengläser Standard bei Sehschwächen. Je stärker die Korrektur, desto dicker die Gläser. Dank des technologischen Fortschritts gibt es heute für dieselbe Korrekturstärke sowohl dünne als auch dicke Brillengläser. Brillen mit hohem Brechungsindex liegen im Trend: Sie bieten schlanke, dünne Gläser für perfektes Sehen ohne den Tragekomfort herkömmlicher dicker Brillen.
Warum sind dicke Brillengläser so dick?
Sie fragen sich vielleicht, warum es Unterschiede in der Dicke von Brillengläsern gibt. Bei Kurzsichtigen sind die Gläser am Rand dicker und in der Mitte dünner, während es bei Weitsichtigen umgekehrt ist. Die Messung von Brechungsfehlern erfolgt in Dioptrien, und je höher der Wert ist, desto dicker sind die Brillengläser. Stärkere Korrekturen führen naturgemäß zu dickeren Gläsern. In manchen Fällen kann die Dicke so ausgeprägt sein, dass sie das Aussehen beeinträchtigt.
Hochbrechende Gläser: Eine moderne Alternative
Hochbrechende Brillengläser zeichnen sich durch dünnere Ränder und ein geringeres Gewicht aus und besitzen einen höheren Brechungsindex als Standardgläser. Dadurch brechen sie das Licht besser und ermöglichen so eine schärfere Sicht, insbesondere bei stärkeren Fehlsichtigkeiten. Dank des technologischen Fortschritts erfreuen sich hochbrechende Brillengläser zunehmender Beliebtheit und bieten Komfort und Stil. Diese Gläser verfügen über asphärische Formen, attraktive Profile und schlankere Silhouetten. Ihre fortschrittlichen Lichtbrechungseigenschaften führen im Wesentlichen zu dünneren und effizienteren Gläsern im Vergleich zu herkömmlichen Brillen.
Die Wissenschaft hinter Linsen
Der Brechungsindex ist das Verhältnis der Ausbreitungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Wellen im Vakuum zu ihrer Ausbreitungsgeschwindigkeit in einem Medium und beschreibt die Lichtbrechung eines Linsenmaterials. Vereinfacht gesagt bedeutet ein höherer Brechungsindex, dass mehr Licht durch die Linse dringt, was traditionell dickere Gläser zur Folge hätte. Gläser mit hohem Brechungsindex brechen Licht jedoch effizienter, wodurch dünnere und leichtere Linsen möglich sind. Traditionelle Gläser mit flachem Boden, die aus Materialien mit niedrigerem Brechungsindex hergestellt werden, sind tendenziell schwerer.
Die Brechungsindizes gängiger Kunststoffe liegen zwischen 1,49 und 1,74. Standardlinsen haben einen Brechungsindex von 1,49, die dünnsten erhältlichen Linsen einen von 1,74. Personen mit Kurzsichtigkeit bis -3,00 dpt sollten Linsen mit einem Brechungsindex zwischen 1,49 und 1,61 wählen; bei -3,00 dpt bis -6,00 dpt sind Linsen zwischen 1,61 und 1,71 empfehlenswert; und bei Kurzsichtigkeit über -6,00 dpt werden Linsen mit einem Brechungsindex von 1,74 oder höher empfohlen.

Vorteile von hochbrechenden Brillengläsern:
Je höher der Brechungsindex, desto dünner die Linse, was zu einem geringeren Gewicht und einer geringeren Belastung der Augen führt. Hochbrechende Brillengläser verbessern nicht nur die Optik, sondern bieten auch ein breiteres und klareres Sichtfeld. Das Tragen einer hochbrechenden Brille ermöglicht eine klarere Wahrnehmung von Objekten und einen insgesamt höheren Sehkomfort.